Therapieangebot

Traditionelle Chinesische Medizin
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beruht auf einer langen medizinischen Tradition und betrachtet Beschwerden nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit ihrem Verlauf, Begleitsymptomen und der individuellen Konstitution.
Zur Behandlung gehören verschiedene Verfahren. In meiner Praxis arbeite ich mit Akupunktur, Tuina und chinesischer Arzneitherapie. Je nach Situation können diese einzeln eingesetzt oder miteinander kombiniert werden.
Die klassische Diagnostik der TCM umfasst neben einer ausführlichen Befragung auch die Betrachtung von Zunge und Puls. Daraus entsteht ein individuelles Behandlungskonzept. Gleichzeitig werden vorhandene medizinische Diagnosen, Befunde und laufende Behandlungen berücksichtigt.
Traditionelle Chinesische Medizin

Akupunktur
Bei der Akupunktur werden sehr feine sterile Einmalnadeln an ausgewählten Punkten gesetzt. In der TCM werden diese Punkte nach dem individuellen Beschwerdebild ausgewählt; häufig werden mehrere Punkte miteinander kombiniert.
Akupunktur gehört inzwischen zu den wissenschaftlich am intensivsten untersuchten Verfahren der traditionellen Medizin. Besonders gut untersucht ist ihr Einsatz bei verschiedenen Formen von Schmerzen. Internationale Leitlinien berücksichtigen Akupunktur unter anderem bei chronischem primärem Kreuzschmerz und chronischen Spannungskopfschmerzen. Auch zu Nackenbeschwerden und Schmerzen bei Kniearthrose liegen zahlreiche klinische Untersuchungen vor.
Die Wirkung lässt sich dabei nicht auf einen einzigen Mechanismus reduzieren. Untersucht werden unter anderem Veränderungen der Schmerzverarbeitung im Nervensystem, lokale Reaktionen im Gewebe sowie neurophysiologische Regulationsprozesse.
Ob Akupunktur bei einer bestimmten Beschwerde sinnvoll ist, hängt von Diagnose, Dauer und Verlauf der Beschwerden sowie von der individuellen Situation ab.

Tuina
Tuina ist die manuelle Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie verbindet verschiedene Druck-, Massage-, Griff- und Mobilisationstechniken und kann sowohl kräftig als auch sehr fein und ruhig ausgeführt werden.
In der Praxis wird Tuina vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates, bei muskulären Spannungszuständen und funktionellen Bewegungseinschränkungen eingesetzt. Je nach Befund können auch Akupunkturpunkte oder bestimmte Leitbahnverläufe in die Behandlung einbezogen werden.
Die wissenschaftliche Datenlage zu Tuina ist noch deutlich kleiner als jene zur Akupunktur. Neuere systematische Untersuchungen zeigen unter anderem bei chronischen unspezifischen Rückenschmerzen Hinweise auf eine Verbesserung von Schmerzen und Funktion. Die Qualität der verfügbaren Studien ist jedoch unterschiedlich, sodass die Ergebnisse zurückhaltend eingeordnet werden müssen.
Tuina kann eigenständig oder in Kombination mit Akupunktur eingesetzt werden.

Arzneitherapie
Die chinesische Arzneitherapie ist neben Akupunktur und Tuina ein wesentlicher Bestandteil der TCM. Verwendet werden individuell zusammengestellte Rezepturen, die sich am jeweiligen Beschwerdebild und am TCM-Befund orientieren.
In meiner Praxis stehen pflanzliche Arzneimittel im Vordergrund. Eine Rezeptur besteht meist aus mehreren Bestandteilen, deren Zusammensetzung und Dosierung aufeinander abgestimmt werden. Sie kann im Verlauf einer Behandlung angepasst werden, wenn sich die Beschwerden oder der Befund verändern.
Auch pflanzliche Arzneimittel besitzen pharmakologisch aktive Inhaltsstoffe. Deshalb gehören Verträglichkeit, Dosierung sowie mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten zu einer sorgfältigen Anwendung. Bestehende Arzneimitteltherapien werden bei der Auswahl einer Rezeptur berücksichtigt.
Die chinesische Arzneitherapie ist ein eigenständiges therapeutisches System innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie beruht auf der individuellen Zusammenstellung und Anpassung von Rezepturen, die sich am jeweiligen Beschwerdebild und am TCM-Befund orientieren. Die verwendeten Arzneimittel werden traditionell nach ihren Eigenschaften, Wirkungen und ihrem Bezug zu den Funktionskreisen und Leitbahnen ausgewählt.

Westliche Naturheilkunde
Neben der TCM arbeite ich mit Verfahren der westlichen Naturheilkunde. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die Pflanzenheilkunde und die Ernährung.
Beide Bereiche verbinden traditionelles medizinisches Wissen mit Erkenntnissen der modernen Pharmakologie, Ernährungswissenschaft und Medizin. Sie können eigenständig oder ergänzend zu anderen Behandlungen eingesetzt werden.
Westliche Naturheilkunde

Phytotherapie
Phytotherapie ist die medizinische Anwendung von Heilpflanzen und daraus hergestellten Zubereitungen. Zum Einsatz kommen beispielsweise Teezubereitungen, Tinkturen, Extrakte oder standardisierte pflanzliche Arzneimittel.
Welche Heilpflanze geeignet ist, hängt nicht nur von der Pflanze selbst ab. Entscheidend sind auch die verwendeten Pflanzenteile, die Art der Zubereitung, die Dosierung und das jeweilige Beschwerdebild. Ein Tee, eine Tinktur und ein standardisierter Extrakt derselben Pflanze sind deshalb nicht automatisch therapeutisch gleichwertig.
Für zahlreiche Heilpflanzen liegen heute pharmakologische und klinische Untersuchungen vor. Bei anderen Anwendungen beruht die Verwendung stärker auf langjähriger medizinischer Erfahrung.
Phytotherapeutische Arzneimittel werden beispielsweise bei bestimmten Beschwerden des Verdauungssystems, der Atemwege sowie bei leichter Unruhe oder Schlafproblemen eingesetzt. Welche Anwendung sinnvoll ist, muss jedoch für die jeweilige Heilpflanze und die konkrete Situation beurteilt werden.

Ernährung
Ernährung ist weit mehr als die Versorgung mit Kalorien. Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe beeinflussen Stoffwechsel, Verdauung und zahlreiche physiologische Regulationsprozesse.
Eine ausgewogene Ernährung gehört deshalb zu den wichtigen Grundlagen von Prävention und medizinischer Behandlung.
In der Beratung geht es jedoch nicht darum, einem allgemeinen Ernährungsideal zu folgen. Entscheidend ist die individuelle Situation: Welche Beschwerden bestehen? Wie sieht der Alltag aus? Gibt es Unverträglichkeiten oder Erkrankungen? Welche Medikamente werden eingenommen? Und welche Veränderungen lassen sich tatsächlich dauerhaft umsetzen?
Gemeinsam schauen wir deshalb dort genauer hin, wo Ernährung für die jeweilige gesundheitliche Situation relevant sein kann. Ziel sind nachvollziehbare und praktikable Veränderungen – ohne Verbote, komplizierte Ernährungsregeln oder kurzfristige Diäten.
Ganzheitlich und integrativ
Naturheilkunde und konventionelle Medizin müssen keine Gegensätze sein. Entscheidend ist, welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in einer konkreten Situation sinnvoll sind.
Vorhandene ärztliche Diagnosen und Behandlungen werden deshalb in die naturheilkundliche Therapie einbezogen. Wenn Beschwerden eine weitere medizinische Abklärung erfordern, gehört auch dies zu einer verantwortungsvollen Behandlung.

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